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Ernst Jäger schließt Sanierung erfolgreich ab
Haan/Düsseldorf, 1. Oktober 2026. Die Sanierung der Ernst Jäger Kunststoffverpackung GmbH aus Haan ist erfolgreich abgeschlossen. Das Amtsgericht Wuppertal hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung mit Beschluss vom 30.09.2026 aufgehoben. Zuvor hatten die Gläubiger dem von der Geschäftsführung gemeinsam mit ihren Beratern erarbeiteten Insolvenzplan einstimmig zugestimmt. Das Gericht hatte den Plan am 01.09.2026 bestätigt. Damit ist das im Jahr 1981 gegründete Traditionsunternehmen sowohl bilanziell als auch operativ saniert und kann seinen Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortsetzen.
Sanierung aus eigener Kraft
Die Ernst Jäger Kunststoffverpackung GmbH hatte am 16. August 2024 einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt; das Amtsgericht Wuppertal ordnete die vorläufige Eigenverwaltung am 22. August 2024 an und eröffnete das Verfahren am 1. November 2024. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Marco Kuhlmann, Wuppertal, bestellt. Der Geschäftsbetrieb lief während des gesamten Verfahrens uneingeschränkt weiter und die Kunden wurden durchgehend in gewohnter Qualität beliefert.
Im Rahmen des Verfahrens wurde das Unternehmen umfassend restrukturiert. Die Kostenbasis wurde deutlich reduziert und die internen Prozesse – insbesondere Controlling, Liquiditätsplanung und Reporting – wurden neu aufgesetzt und professionalisiert. Ein wesentlicher Baustein der Planfinanzierung war der Verkauf des Betriebsgrundstücks in der Siemensstraße im Februar 2026. Das Unternehmen bleibt als Mieter am angestammten Standort in Haan und konnte aus dem Verkaufserlös sowohl die besicherte Bankforderung vollständig ablösen als auch einen erheblichen Beitrag zur Gläubigerbefriedigung generieren.
Weit überdurchschnittliche Gläubigerquote von 22 Prozent
Kernstück des Insolvenzplans ist eine Einmalzahlung an die ungesicherten Gläubiger in Höhe von 22 Prozent ihrer festgestellten Forderungen. Dieses Ergebnis übertrifft die in Regelinsolvenzverfahren üblichen Quoten von zumeist wenigen Prozentpunkten deutlich und liegt auch über dem Wert, der in einer Zerschlagung des Unternehmens erzielbar gewesen wäre. Die Auszahlung erfolgt binnen sechs Wochen nach Aufhebung des Verfahrens im Rahmen einer Einmalzahlung.
Stimmen zum Verfahren
„Die vergangenen zwei Jahre haben uns als Unternehmen und als Team viel abverlangt. Umso mehr freue ich mich, dass wir die Sanierung aus eigener Kraft geschafft haben – mit einem Ergebnis, das sich für alle Beteiligten sehen lassen kann. Mein Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Kunden und Lieferanten, die uns in dieser Zeit die Treue gehalten haben, sowie unseren Gläubigern für ihr Vertrauen in unseren Weg“, sagt Andreas Jäger, geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Jäger Kunststoffverpackung GmbH.
„Eine Quote von 22 Prozent, ausgezahlt in einem Betrag kurz nach Verfahrensaufhebung, ist ein außergewöhnlich gutes Ergebnis. Es zeigt, was die Eigenverwaltung leisten kann, wenn Geschäftsführung, Sachwaltung und Gläubiger konstruktiv zusammenarbeiten“, ergänzt Rechtsanwalt Stefan Eßer von BBR Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte, der das Unternehmen während des Verfahrens als Handlungsbevollmächtigter begleitet hat.
„Entscheidend war, dass wir die Ertrags- und Liquiditätssituation früh stabilisiert und dem Unternehmen mit einer belastbaren Planung wieder eine klare Perspektive gegeben haben. Ernst Jäger ist heute operativ profitabel aufgestellt und kann die Chancen des Marktes wieder aus einer Position der Stärke nutzen“, so Tobias Binöder von der plenovia GmbH in Düsseldorf, die die Sanierung betriebswirtschaftlich verantwortet hat.
„Ich freue mich insbesondere über das gute Ergebnis für die Gesamtgläubigerschaft. Die Sanierung mittels Insolvenzplan zeigt neben einer zielgerichteten und nachhaltigen Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen abermals ein erfreuliches Gesamtbild für alle Verfahrensbeteiligten. Ich wünsche der Geschäftsleitung sowie auch der gesamten Belegschaft für die Zukunft alles Gute“, erklärt der Sachwalter Marco Kuhlmann.
Über Ernst Jäger Kunststoffverpackung GmbH
Die Ernst Jäger Kunststoffverpackung GmbH mit Sitz in Haan im Rheinland ist seit 1981 Partner der Industrie für Verpackungstechnik und Verpackungslösungen. Das Produkt- und Leistungsspektrum umfasst Umreifungsmaschinen, Palettenwickler, Fördertechnik sowie Transport- und Verpackungslinien, Kunststoff-Umreifungsbänder, Papierpolstersysteme, Stretchfolien und Transporthilfen. Zu den Kunden zählen namhafte nationale und internationale Unternehmen aus Handel und Industrie.
Pressekontakt
Ernst Jäger Kunststoffverpackung GmbH
Siemensstraße 5
D-42781 Haan
Telefon: +49 (0) 2129 94 50-0
E-Mail: ajaeger@ernst-jaeger-gmbh.de
Website: www.richtig-verpacken.de
